- aktien
- Autismus
- Blog
- börse
- Datenkraken
- Elektro
- Festival
- Film
- GEMA
- Impfen
- Impfkritik
- Informatik
- Information
- investitionen
- John Cage
- Keep It True
- Kleidung
- Marketingstrategien
- Meinungsmache
- Metal
- Metalszene
- mp3
- Multimedia
- Musik
- Musikbusiness 2.0
- Musiker
- Musikgeschichte
- Musikindustrie
- Netzwerk
- Neue Musik
- Paranoia
- Politik und Gesellschaft
- Presse
- Raubkopien
- Review
- Social Media
- Star Trek
- Streaming
- Turningmaschinen
- Veranstalter
- Wakefield
- Web 2.0
- Werbung
- WGT
- youtube
- Zensurwahn
Posts tagged with 'Multimedia'
Der eigene Media-Streaming-Server in 10 Minuten
Ab einem gewissen Bestand von CDs möchte man einfach nicht mehr CD-Wechsler spielen, sondern rippt einfach seine Sammlung auf die Festplatte und spielt die mp3s bequem ab. Die Vorteile liegen auf der Hand. Diese Vorteile möchte man natürlich auch auf Arbeit haben und so hab ich einfach Winamp Remote genutzt. Leider ist der Service sehr instabil und in mehr als der Hälfte aller Fälle ist der Remote Server zu Hause schon abgestürzt, bevor man auf Arbeit den Rechner angeschaltet hat. Also suchte ich nach einer Alternative. Etwas Recherche brachte dann aber eine einfache wie wirkungsvolle Methode. Dazu braucht man lediglich einen DynDNS-Zugang und den kostenlosen Apache-Webserver.
Zuerst legt man sich bei DynDNS.com einen Zugang zu. Man erstellt eine einfache Subdomain und installiert dann den DynDNS Updater und gibt seine Daten ein. Somit zeigt dann schon mal http://lommels-streaming-server.dyndns.com auf den eigenen Rechner zu Hause. Dann nimmt man einen TCP Port, den man nicht benutzt, z.B. 212 oder 1219 oder ab 49152. Welche frei sind sieht man wohl am einfachsten in der Portfreigabe der Firewall. Standartports wie 80 und 8080 sollte man nicht nutzen, denn ein ungewöhnlicher Port schützt auch vor ungebetenen Besuchern (und Skype verträgt sich nicht mit einem Apache auf Port 80). Deshalb sollte man die URL samt Port auch nicht weitergeben oder sogar irgendwo posten.
Jetzt installiert man den Apache Webserver am besten in Version 2.2. Nach der Installation gibts im Programmmenü auch einen Link zum editieren der httpd.conf-Datei. Dort setzt man die Zahl hinter Listen auf den selbstgewählten Port und paßt den Servername an:
Listen 212 ServerName lommels-streaming-server.dyndns.com:212
und hinter DocumentRoot kommt das mp3-Verzeichnis, am besten in Anführungsstriche. Dann sucht man noch eine Zeile, die mit “<Directory …>” anfängt. Dort muß auch nochtmal das mp3-Verzeichnis beim … hin und man schreibt noch “Options +Indexes” zwischen “<Directory” und “</Directory>”. Steht das “Options” schon da, hängt man “+Indexes” einfach hinten dran:
DocumentRoot "D:/pfad/zu/mp3/" <Directory "D:/pfad/zu/mp3/"> AllowOverride None Order allow,deny Allow from all AuthType Basic AuthName "Administrationsbereich" AuthUserFile D:/pfad/zu/.htpasswd require valid-user </Directory>
Der Kenner sieht natürlich gleich, daß hier auch noch ein Passwort-File gesetzt wurde. Dazu hangelt man sich in der Eingabeaufforderung bis zum bin-Vereichnis der Apache-Installation und gibt dort folgendes ein:
htpasswd -c .htpasswd lommel
Dann gibt man natürlich anstatt lommel seinen gewünschten Usernamen und anschließend das Passwort ein. Dann kopiert man die .htpasswd in ein Verzeichnis, das nicht der DocumentRoot ist und pappt den Link in die httpd.conf-Datei. Wenn man alles richtig gemacht hat, läßt sich der Apache mittels dem Apache Monitor Tool neu starten und man sieht z.B. unter http://lommel:password@lommels-streaming-server.dyndns.com:212 sein mp3-Verzeichnis.
Jetzt muß man bloß noch eine Playlist erstellen. Dazu navigiert man mit dem Browser durch sein Verzeichnis und kopiert die Links zu den abzuspielenden mp3s in eine Text-Datei untereinander. Wenn man fertig ist, macht man aus der txt-Endung der Datei eine .m3u-Endung und schon kann der Winamp alles abspielen.
Es ist also alles relativ einfach und per PHP könnte man eine einfache GUI bauen. Aber das Firefox-Plugin Copy Links funktioniert auch ganz gut. Außerdem funktioniert das ganze höchstwahrscheinlich auch mit Videos super. Somit kann man seine peinlichen Urlaubsvideos bei Freunden zum besten geben, ohne sie dort auf die Platte ablegen zu müssen.